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Dieses Kunstwerk ist eine Provokation! Eine Provokation, gerichtet gegen das herrschende Kulturestablishment.
Und das ist gut so!
Wir welt- und kulturoffenen Paslamer sind begeistert von dieser Art der Beschäftigung mit dem Allgemeinen wie auch dem Besonderen. Denn das ist es ja, was dieses Kunstwerk so auszeichnet. Allgemein gesehen sind da nur ein paar Gegenstände des täglichen Gebrauchs willkürlich angeordnet worden. Der unbedarfte Zuschauer wird achtlos daran vorbeigehen. Aber nicht so wir Paslamer und Paslamerinnen! Wir erkennen die Werte, die dahinter stecken. Vielleicht sind es nicht die Werte, die der Künstler so gern gesehen haben will, aber vielleicht wird gerade hier in Paslam die Kunst nicht zu der bekannten und berüchtigten Einbahnstraße nach dem Motto: Friss oder stirb! Soll heißen: Der Künstler knallt uns sein Objekt vor den Latz und wir als Zuschauer haben es kritiklos zu verdauen. Hier in Paslam gehen die Uhren, auch die kulturellen, anders.
So schaut der Paslamer und auch die Paslamerin dieses Objekt aufmerksam von allen Seiten an, und wird nach einem ersten “Oha!” ins Detail gehen. Als da sind: Der dunkle Hintergrund. Die Welt an sich in ihrer grundsätzlichen Schwärze. Und Paslamer sind in der Lage, da weiter zu blicken. Es folgt der Welt das Weltall - bis hin zu den schwarzen Löchern.
In diese Eingangstore der schwarzen Löcher - Tore zu anderen Galaxien?? - wurden die Gegenstände, die bekannten Pommesgabeln gestreut. Doch halt! Wurden sie gestreut! Oh nein! Die Anordnung ist keine willkürliche. Da will der Künstler verwirren! Und auch das ist gut. Kunst darf das! Nur durchschaut der durchschnittliche Paslame diese Idee sofort - und gelangt auf die Metaebene der Interpretation.
Wir wollen natürlich nicht alles erklären, aber machen Sie sich doch einmal selbst Gedanken über die verwendeten Farben und Materialien! Springt einem da nicht die Kulturkritik in die Augen? Plastik statt Holz! Rot - Weiß - Grün - Blau! Was soll man dazu noch sagen! Und warum eigentlich genau drei rote Gabeln? Na, dämmert’s? Sehen Sie! So gehen wir Paslamer an sowas heran. Und wenn ich noch ein wenig über den Tellerrand greifen darf: Schauen Sie sich die aus dem Zentrum herausgerückten drei Gabeln (grün, rot, blau) an. Ineinander verschränkt. Und die Rote hat alles im Griff.
Wir wollen hier an dieser Stelle nicht parteipolitisch denken. Nein, hier sind wir neutral und objektiv. Aber zu Denken gibt das doch, oder?
Ganz anders die Gabelkunst 2. Die müssen Sie sich aber schon beim Fröschl oder ium Ochsen selbst anschauen. Vielleicht auch demnächst beim Abdul.
Gschwendtner,Josef, Kulturredakteur
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