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Stimmen zum Buch:
Wir hier in Paslam haben auf das Erscheinen dieses Bandes auch gewartet und beim Fröschl wie beim Ochsen fragte man sich, welch pikante Details aus dem Gemeindeleben der Alte Schwede diesmal preisgeben wird. Einiges ist noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen, und das ist gut so. Wir machen weiter so. Das Buch hat allerdings einen Mangel: Aus der Arbeitswelt wird viel zu wenig berichtet.
Gunvaldt P. Schellinger, Arbeiterlyriker und Paslamer Poet in Residenz (Heimatmuseum, bei Dr. Tschabobo, 2x klingeln)
Alter Schwede! Ganz hervorragendes zweites literarisches Epos über eine wenig bekannte Spezies der Alpenregion. Das Erbgut ehemaliger Bergbewohner als Stimme des Blutes kunstvoll in Lettern für die Ewigkeit zwischen Buchdeckeln gegossen. Chapeau, Herr Literaturschaffender, Sie erreichen fast das Niveau Ihres Nachbarn, des Jahrhundertdichters!
Walther Stratmann, Literaturkritiker, Schule für kreatives Schreiben
Als ich das letzte Mal Urlaub im schönen Bayern gemacht habe, bin ich an diesem Schild vorbeigekommen. Aus Versehen fuhr ich geradeaus. Und das war gut so! Denn wie hätte ich sonst Paslam gefunden? All denen, die entweder nach München oder zum Chiemsee abgebogen sind oder abbiegen werden, sei dieses neue Buch von Jörg Borgerding nur empfohlen. Sie werden sich ärgern, dass sie nicht weiter geradeaus gefahren sind. Aber es ist ja nie zu spät.
Heinz-Georg Kramm, Bad Münstereifel, Cafe-Betreiber
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Denn es gibt mehr als die Geschichten über Paslam zu erzählen, die in Paslam, Bayern bisher erschienen sind. Das passt schon noch, dachte sich Jörg Borgerding und verschaffte seinem Ich-Erzähler, der anderswo auch unter dem Namen „Alter Schwede“ bekannt ist, erneut eine seriöse Plattform zur Verbreitung bisher noch nicht bekannten heimatlichen Gedankengutes unter dem Titel Nächste Abfahrt Paslam. Heuer geht es um Mord, ja auch, Tourismus im weitesten Sinne, Feng Shui und damit verbundene Beziehungsprobleme. Der Humor kommt aber auch nicht zu kurz und so erfahren wir, welche Wirkung Eierlikör…auf Mischlingshunde in Paslam hat. Auch wirft der Bechtlgruber öfters mal seinen Lanz an und im Kindltal passiert gar Rührendes. Mit einem Wort: In Paslam ist alles beim alten geblieben. Nicht ganz jedoch. Denn der Ich-Erzähler lässt uns am Ende in der ihm unnachahmlichen Art teilhaben an kleinen und großen Abschieden. Geblieben ist auch seine leicht übertriebene heimatverbundene Art des formalen mundartlichen Erzählens, aber nennen wir es lieber Liebe zu seiner Heimat, die ja dem Alten Schweden nicht hold war von Anfang an, ist er doch drei Tage zu früh im hohen Norden geboren und bis heute kein gebürtiger Paslamer. Dennoch nimmt er vehement mit seinem Freund Berti am Gemeindeleben teil, sowohl im Fitnesszentrum als auch bei Ü-Dreißig Parties. Wer seiner Frau auf solch geschicktem Wege, wie der Alte es tut, seiner Frau den Wunsch nach einer Spülmaschine ausredet, der, ja, der muss sich am Ende kaum noch über etwas wundern, am Geringsten noch darüber, dass statt der Spülmaschine nun Feng Shui Einzug hält in der Gegend um den Schliersee.
Jörg Borgerding ist sich und seinen Lesern treu geblieben in diesem Erzählband, und die Leserschaft darf sich mit Recht fragen, wann endlich ein Paslamer Hörbuch erscheint, denn einige Geschichten vom Autor selbst geradezu baierisch deklamierend vorgetragen, ja, das tät schon noch passen.
Alfred R. Schulz, Literat und Germanist und Anglist
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