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Und in Paslam? Dort scheint alles wie gehabt: Der Pfarrer läßt die Kirche im Dorf, der Bürgermeister sitzt alle Skandale aus, der Kulturredakteur schläft seinen Rausch aus und der Heimatmuseumsdirektor, ach lassen wir das.
Die einzige Bank im Dorf, beim Brunnen auf dem Hauptplatz, ist mit Schnee bedeckt und unbenützbar. Keine Gefahr, daß sie ächzt oder kracht. So groß ist die Schneelast nun auch wieder nicht.
Die Finanzkrise geht an Paslam spurlos vorüber. Bezahlt wird hier eh in Naturalien. Meist. Oder gar nicht. Die örtliche Wirtschaft besteht im Wesentlichen aus zwei Wirtschaften. Dem Ochsen und dem Fröschl. Und sonst gibts nur noch den Getränke Hoffmann.
Sonst ist finanztechnisch in P. nicht viel zu holen. Und das ist gut so. Macht es die Bürger von P. doch finanzkrisenresistent.
Die Globalisierung hat um P. bisher einen Bogen gemacht. Hier ist der Globus noch eher platt. Wie die Oberfläche des Waldsees. Und der Blick reicht grad bis Miesbach im Norden, Holzkirchen im Osten und Tölz im Süden.
Und um die Kulturseite braucht man sich jetzt keine Sorgen mehr zu machen. Ja. Soviel an dieser Stelle.
Zwirngiebel, Ignaz B. Columnist in evidence.
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