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P O L I T I K
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.... Obama von Paslam ...
Die Gemeinde ist schockiert und gespalten. Wie kann so jemand Nettes wie der Dr. Tschabobo die Bürgermeistertradition von Paslam so mit Füßen treten? Gut, er ist auch ein Schwarzer, aber sonst?
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Sehr geehrter Herr Gschwendtner, lieber Josef, der Du ja bist, ich möchte ausdrücklich dementieren, dass ich das von dem Obama so gesagt habe. Das haben andere mir so in den Mund gelegt. Aber selbstverständlich stehe ich für die nächste Bürgermeisterwahl zur Verfügung, wenn dem Filbinger Schorsch mal der Athem versagen sollte, oder die Freien Wähler mich fragen sollten oder wenn gar die Frau Pauli mal wieder nach Paslam käme, wie damals im Mai 2002, aber das gehört nicht hierhin. Ich betone nochmals, dass ich das von dem Obama so nicht gesagt habe. Das hat sicherlich jemand falsch verstanden, als ich mit Freunden aus Obammergau telefoniert habe, wegen des Abholens der Krippenfiguren aus dem Heimatmuseum. Die Ausstellung war übrigens ein großer Erfolg, weil so viele Miesbacher auch da waren, weil wir Paslamer denen die Ausstellung von Obammergau direkt vor der Nase wegschnappen konnten. Herzliche Grüße Dr. Otfried Tschabobo, Leiter Heimatmuseum Paslam
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Leider ist es so, dass die Paslamer Bevölkerung dem neuen amerikanischen Präsidenten eher verhalten bis ablehnend gegenübersteht. Und zwar nicht, weil er ein Neger ist. Die Paslamer Toleranz und Fremdenfreundlichkeit ist in fast ganz Paslam weltbekannt! Wir fragen nicht nach Hautfarbe, Religion oder geschlechtlicher Ausrichtung! Nein, wir stehen ihm eher zurückhaltend gegenüber, dem Barack, weil er ein Amerikaner ist, der zudem nicht aus Paslam oder wenigstens Bayern stammt. Ja, wenn er eine Großmutter in Tölz oder Weyarn oder meinswegen in Augsburg gehabt hätte, sähe das ganz anders aus. Aber so ist er uns ziemlich wurscht, der Obama. Wo stammen eigentlich Sie her, Herr Dr. Tschibabo?
gez. AS, notorischer Leserbriefschreiber
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Lieber Doktor, lieber Otfried,
wie Dir bekannt ist, bin ich einer der Ersten, die Deine Kandidatur unterstützen. "Neuer Wind in alte Stuben", das wäre meine Devise. Und mein Informant, der an sich sehr zuverlässig ist, hat eben aufgenommen/mitbekommen, dass Du im Zusammenhang mit Ob.. von einem warmen Lüftchen gesprochen hast. Ich und meine Fraktion unterstützen Deine Kandidatur mit all unseren Kräften! Wir halten Dir die Stange, bis Du auf dem Bürgermeisterthron sitzt! Da kannst Du Dir sicher sein!
p.s.: Die Anmerkung des zugereisten Herrn Schwede, der sich erlaubt von "uns" zu sprechen" ( !! ) ist eine rein persönliche Minderheiten-Meinung und entspricht nicht der Meinung der Paslamer Gesamtbevölkerung!
Und woher der Dr. Tschabobo stammt, das wissen wir PASLAMER alle! Und das ist gut so!
Gschwendtner, Josef (Gschw.J.), Kultur- und Online-Redakteur
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Herr-Schaft-Zeiten!
So geht es nicht. Das sind ja Schildbürgeriaden. Der Dr. Tschibo wird vom roten Lokalkulturpatron - selbsternannt natürlich - zum künstlichen Bürgermeisterkandidaten hoch gepopanzt. Ohne jeden Rückhalt in der angestammten, schwarzen (Gesinnung) Bevölkerungsmehrheit. Wer glaubt, mit so einer plumpen Campagne einen Bürgermeister aus dem Lokalkolorit stampfen zu können, der demaskiert sich selbst.
Zwirngiebel, Lokalpolitikbeobachter
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Sehr geehrter Herr Zwringiebel,
ach, welch' grobe Stimme polemisiert da von drrrrraußen in das an sich so friedliche Paslam. Schauns, soeben haben mein Büro die Gattin eines politisch engagierten und angesehenen Mitbürgers dieser unserer Gemeinde in Begleitung einer nicht weniger bekannten Dame, die, sagen wir mal im Vertrauen, im Rathaus sitzt, verlassen. Und was hatten sie bei mir zu suchen resp. mir mitzuteilen? Dass es ab sofort eine Initiative gibt in Paslam.
FfrSiP.
Und da rätseln sicherlich herum, gell? Nun, ich kläre auf und werde weiter berichten: FfrSiP steht für
Frauen für richtiges Schwarz in Paslam!
Ja, der Herr Dr. Tschabobo steht jetzt in der Pflicht seiner weiblichen, nun sagen wir mal: Getreuinnen.
(Gschw.J.)
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Jetzt hast Du die Maß zum Überlaufen gebracht, Josef! Länger als ein halbes Jahrhundert schon lebe ich in und für Paslam! Habe eine Einheimische geehelicht! Wähle stets die rechte Partei, bin ein angesehenes Mitglied diverser heimatlicher Vereinigungen! Und Du reitest immer noch auf der Ungnade meiner zu frühen Geburt (3 Tage, bevor ich nach Paslam kam!) herum! Ich habe lange über Deine Herkunft geschwiegen, Josef. Aber jetzt werde ich es die Welt gewahr werden lassen, welche Leichen Du in Deinem Keller beherbergst, und von wo und wem Du abstammst - Du Sohn schwäbischer Eselverleiher! Die Welt wird aufhorchen, wenn sie das gedruckt sieht! Und dann wirds endgültig aus sein mit Deinem sozialistischen Treiben hier in Paslam! Um die Jutta tuts mir schon ein bisschen Leid. Aber was hat sie Dich auch geheiratet!
gez. AS, notorischer Leserbriefschreiber
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So waren denn heut die drei Damen bei mir zum Kaffeeklatsch nach dem Kurs im traditionellen Sticken für Fortgeschrittene in unserm Heimatmuseum, die Jutta, die Marie und die Uschi. Und ich muss sagen, die Damen haben das Herz auf dem rechten Fleck. Haben sie diesen armseligen Poeten von Dir, Josef, gemeint, den wollten sie aufgenommen wissen, aber nicht mehr beim Gschwendtner, Josef, und da haben sie halt mich gefragt. Schellinger heißt der, und der trinke auch, aber das passe ja nach Paslam. Er habe, so sagte die Jutta, die letzten kalten Tage nur überlebt im Wald, weil er den vielen Absinth vom alten Kräuterweib sich einverleibt habe, und da müsse jetzt was geschehen, sagten die Damen. Ich habe mich entschlossen, den Schellinger-Dichter zunächst im Heimatmuseum zu beherbergen, und weil das auf Neudeutsch jetzt so modern ist, wird er bei uns in Paslam fortan als „Poet in Residence“ geführt, nix da mit Stadtschreiber, weil der ja nur Hochdeutsch kann. Als Poet in Residence darf der mal schaun, ob er hier in Paslam Arbeiter weiter bedichten kann. Und wenn die versammelte Filbinger-Administration da was gegen hat, da haben die Damen dann schon mal verlauten lassen, dass wir das können, ja, wir können das. Heut abend noch soll der Schellinger mal umziehen, die Jutta bringt ihn ins Museum, im alten Kachelofen habe ich ein Feuer aus reißendem Birkenholz entfacht, das brennt wie Teufel und warm wird’s auch. Paslamer zeigen Herz und haben Sinn für Kultur, für moderne, und haben jetzt einen Poet in Residence.
Herzliche Grüße Dr. Otfried Tschabobo, Leiter Heimatmuseum Paslam
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Paslamer zeigen Herz und haben Sinn für Kultur*, für moderne, und haben jetzt einen Poeten in Resistance. Und was zeigt uns das noch? Dass der Dr. Tschabobo der Richtige ist für Paslam! Denn: Wo wo waren die Filbingers, als sich in dieser unserer Gemeinde die Not zeigte? Die Not, personifiziert in diesem preußischen Dichter, der, das muss man nun doch sagen, der nun doch ein Mensch ist wie du und ich. Im Prinzip. Der Dr. Tschabobo ist auch deswegen der Richtige, weil er - horche auf! Georg Filbinger!! - auf den Verpflegungszuschuss für diesen Obdachlosen in diesen schweren finanziellen gebeutelten Zeiten verzichtet!!! Und warauf hast Du, Bürgermeister Filbinger, in den letzten Jahren verzichtet? Eben! Sogar die Nüsse, die nach der letzten Gemeinderatssitzung in dem Schälchen übrig geblieben ware, hast Du eingepackt und niemandem gegönnt!! Sogar die Nüsse! Paslamer! Es scheint ein neuer Wind durch Paslams Stuben zu wehen!!! Und das sage ich einmal parteipolitisch ganz neutral! Wir stehen sozusagen mitten im Aufbruch.
*Wir werden auf der Kulturseite des Palsamer Boten berichten. (Gschw.J.)
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